Sehnenscheidenentzündung

Sehnenscheidenentzündung: Symptome, Ursachen und Behandlung

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OTB-Mitarbeiterin legt Kundin Handbandage Manutrain von Bauerfeind an.

Eine Sehnenscheidenentzündung kann alltägliche Bewegungen plötzlich unangenehm oder sogar schmerzhaft machen. Besonders häufig treten die Beschwerden an der Hand, am Handgelenk, an den Fingern oder am Unterarm auf. Auch am Fuß und im Bereich des Sprunggelenks können sich Sehnenscheiden entzünden. Medizinisch wird die Erkrankung als Tendovaginitis bezeichnet. Häufig entstehen die Beschwerden, wenn bestimmte Bewegungen ungewohnt oft wiederholt werden oder Sehnen über längere Zeit stark beansprucht werden. Computerarbeit, häufige Smartphone Nutzung, handwerkliche Tätigkeiten, Musizieren und bestimmte Sportarten können eine Rolle spielen. In vielen Fällen bessert sich eine Sehnenscheidenentzündung durch Entlastung und eine angepasste Behandlung wieder.

Sehnenscheidenentzündung auf einen Blick:

  • Eine Sehnenscheidenentzündung wird medizinisch Tendovaginitis genannt.
  • Besonders häufig betroffen sind Hand, Handgelenk, Finger, Unterarm und Fuß.
  • Typische Symptome sind Schmerzen bei Bewegungen, Druckempfindlichkeit, Schwellungen und eingeschränkte Beweglichkeit.
  • Häufige Ursachen sind wiederholte Bewegungen und ungewohnte oder zu starke Belastungen.
  • Schonung und eine vorübergehende Anpassung belastender Tätigkeiten spielen bei der Behandlung eine wichtige Rolle.
  • Je nach Beschwerden können Orthesen, Physiotherapie, Medikamente oder weitere ärztliche Behandlungen infrage kommen.
  • Die Beschwerden können innerhalb einiger Wochen abklingen, manchmal dauert die Heilung jedoch länger.

Was ist eine Sehnenscheidenentzündung?

Sehnen verbinden Muskeln mit Knochen und übertragen die Kraft der Muskeln auf das Skelett. Damit sich bestimmte Sehnen möglichst reibungsarm bewegen können, verlaufen sie an besonders beanspruchten Stellen durch sogenannte Sehnenscheiden. Diese bestehen aus Bindegewebe und enthalten Flüssigkeit, die das Gleiten der Sehne erleichtert.

Werden Sehne und Sehnenscheide übermäßig belastet, kann das Gewebe gereizt werden und anschwellen. In diesem Zusammenhang kann eine schmerzhafte Entzündung entstehen. Bewegung wird dadurch zunehmend unangenehm. Die betroffene Stelle kann druckempfindlich werden und die Beweglichkeit abnehmen. nenscheiden gibt es an verschiedenen Stellen des Körpers. Deshalb ist eine Tendovaginitis nicht ausschließlich ein Problem des Handgelenks. In der Praxis treten Beschwerden jedoch besonders häufig an Händen, Armen und Füßen auf.

Welche Symptome verursacht eine Sehnenscheidenentzündung?

Zu den charakteristischen Symptomen gehören Schmerzen, die zunächst vor allem bei bestimmten Bewegungen auftreten. Viele Betroffene können deshalb relativ genau sagen, bei welchen Bewegungen sich die Beschwerden bemerkbar machen.

Bei einer Sehnenscheidenentzündung können außerdem Schwellungen und eine erhöhte Druckempfindlichkeit entstehen. Im weiteren Verlauf sind auch Schmerzen in Ruhe möglich. Teilweise treten Beschwerden beispielsweise nachts auf.

Ein weiteres mögliches Zeichen ist ein ungewöhnliches Reiben, Knirschen oder Knarren bei Bewegungen. Durch die Entzündung und Schwellung kann das normalerweise reibungsarme Gleiten der Sehne beeinträchtigt werden.

Abhängig von der betroffenen Körperregion sind außerdem Bewegungseinschränkungen möglich. In manchen Fällen können Nerven in der Umgebung gereizt werden, wodurch zusätzlich Gefühlsstörungen auftreten können. Schmerzen an Hand, Handgelenk oder Unterarm auch andere Ursachen haben können, lässt sich allein anhand einzelner Symptome nicht zuverlässig feststellen, ob tatsächlich eine Sehnenscheidenentzündung vorliegt.

Wo tritt eine Sehnenscheidenentzündung besonders häufig auf?

Besonders bekannt ist die Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk. Sie kann sich beispielsweise durch Schmerzen bei Greifbewegungen, beim Tippen, beim Arbeiten mit der Computermaus oder bei Bewegungen des Daumens bemerkbar machen.

Auch die Finger können betroffen sein. Eine besondere Form ist die einengende Sehnenscheidenentzündung. Bei einem sogenannten Schnappfinger kann eine verdickte Sehne nicht mehr ungehindert gleiten. Der Finger lässt sich dann teilweise nur schwer strecken und bewegt sich schließlich ruckartig in die gestreckte Position. e weitere bekannte Form ist die Tendovaginitis de Quervain. Sie betrifft Sehnen im Bereich des Daumens und kann vor allem an der Daumenseite des Handgelenks Schmerzen verursachen. Bewegungen des Daumens und bestimmte Greifbewegungen können die Beschwerden verstärken.

Sehnenscheidenentzündungen können ebenfalls am Unterarm, Fuß oder Sprunggelenk auftreten. Am Fuß können beispielsweise ungewohnt lange Gehstrecken, intensive Laufbelastungen oder ungeeignetes Schuhwerk die Beschwerden begünstigen. Welche Ursachen hat eine Sehnenscheidenentzündung?

In vielen Fällen entsteht eine Sehnenscheidenentzündung aufgrund einer Überlastung. Entscheidend ist dabei nicht zwangsläufig eine einzelne besonders starke Belastung. Häufig sind es viele ähnliche Bewegungen, die immer wieder ausgeführt werden.

Typische Beispiele sind langes Arbeiten am Computer, häufige Mausbewegungen, intensives Tippen, bestimmte handwerkliche Tätigkeiten oder langes Spielen eines Musikinstruments. Auch häufige Bewegungen des Daumens am Smartphone können die Sehnen belasten.

Bei Eltern kleiner Kinder kann eine weitere typische Belastung entstehen. Das wiederholte Hochheben und Tragen eines Kindes beansprucht Handgelenk und Daumen zum Teil erheblich. Gerade die wiederholte Streckung und Abspreizung des Daumens kann Beschwerden begünstigen. rt kann ebenfalls eine Rolle spielen. Probleme entstehen beispielsweise nach einer ungewohnten Trainingssteigerung oder wenn bestimmte Bewegungen sehr häufig wiederholt werden.

Nicht immer steckt jedoch ausschließlich eine mechanische Überlastung hinter den Beschwerden. Erkrankungen wie rheumatische Erkrankungen, Gicht oder Diabetes mellitus können das Risiko für Entzündungen von Sehnen und Sehnenscheiden erhöhen. Auch während Schwangerschaft und Stillzeit treten Sehnenscheidenentzündungen häufiger auf. terielle Infektionen sind bei gewöhnlichen Sehnenscheidenentzündungen dagegen nicht die typische Ursache.

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Grafik mit Hilfe von KI erstellt.

Wie lange dauert eine Sehnenscheidenentzündung?

Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie lange dauert eine Sehnenscheidenentzündung?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Der Verlauf hängt unter anderem davon ab, welche Sehne betroffen ist, wie ausgeprägt die Beschwerden sind und ob die auslösende Belastung konsequent angepasst werden kann.

Viele Sehnenscheidenentzündungen bessern sich innerhalb einiger Wochen. Es sind jedoch auch längere Verläufe über mehrere Wochen oder Monate möglich. blematisch kann es sein, wenn die auslösenden Bewegungen trotz Schmerzen unverändert fortgesetzt werden. Wer beispielsweise täglich viele Stunden am Computer arbeitet und auch außerhalb der Arbeit ähnliche Belastungen ausführt, kann die betroffene Region nur schwer ausreichend entlasten.

Nach einer Besserung sollte die Belastung deshalb nicht sofort wieder vollständig aufgenommen werden. Ein schrittweiser Wiedereinstieg kann sinnvoll sein.

Halten Beschwerden ungewöhnlich lange an oder verschlimmern sie sich, sollte geprüft werden, ob tatsächlich eine Sehnenscheidenentzündung oder möglicherweise eine andere Ursache vorliegt.

Wie wird eine Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in der Regel anhand der Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung. Ärztinnen und Ärzte fragen beispielsweise danach, seit wann Schmerzen bestehen, welche Tätigkeiten sie verstärken und ob eine bestimmte Belastung vorausgegangen ist.

Anschließend wird die betroffene Körperregion untersucht. Dabei können unter anderem Druckempfindlichkeit, Schwellungen, Beweglichkeit und schmerzauslösende Bewegungen beurteilt werden.

In vielen Fällen sind keine weiteren Untersuchungen erforderlich. Sind die Beschwerden nicht eindeutig oder besteht der Verdacht auf eine andere Erkrankung, können ergänzende Untersuchungen sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise Ultraschall, Röntgenuntersuchungen oder Blutuntersuchungen. ade bei länger anhaltenden Beschwerden ist eine sorgfältige Diagnose wichtig. Schmerzen im Handgelenk können beispielsweise auch durch Gelenkerkrankungen, Nervenreizungen oder andere Erkrankungen der Sehnen verursacht werden.

Wie wird eine Sehnenscheidenentzündung behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Körperregion und Stärke der Beschwerden. In vielen Fällen beginnt sie mit konservativen Maßnahmen. Eine Operation ist normalerweise nicht der erste Behandlungsschritt. onders wichtig ist zunächst, die auslösende Belastung zu reduzieren. Das bedeutet nicht zwangsläufig, die betroffene Hand oder den Fuß über einen langen Zeitraum überhaupt nicht mehr zu bewegen. Vor allem die Bewegungen, die Schmerzen verursachen oder vermutlich zur Überlastung geführt haben, sollten jedoch vorübergehend vermieden oder deutlich reduziert werden.

Bei einer beruflich verursachten Belastung kann es sinnvoll sein, Arbeitsabläufe zu verändern. Bei Computerarbeit können beispielsweise Position von Tastatur und Maus, Arbeitshaltung, Arbeitsunterbrechungen und die verwendeten Eingabegeräte überprüft werden.

Schiene oder Orthese bei Sehnenscheidenentzündung

Eine Orthese oder ein Verband kann bei bestimmten Sehnenscheidenentzündungen eingesetzt werden, um den betroffenen Bereich vorübergehend zu entlasten.

Besonders bei Beschwerden an Handgelenk oder Daumen kann eine passende Schiene verhindern, dass schmerzhafte Bewegungen unbewusst immer wieder ausgeführt werden. Ob eine Orthese sinnvoll ist und wie lange sie getragen werden sollte, hängt von der individuellen Situation ab.

Eine dauerhafte Ruhigstellung ohne fachliche Begleitung ist dagegen nicht automatisch sinnvoll. Sobald die Beschwerden es zulassen, kann gezielte Bewegung wichtig sein, damit die Beweglichkeit erhalten bleibt.

Medikamente gegen Schmerzen und Entzündung

Bei stärkeren Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel infrage kommen. Welche Medikamente geeignet sind, hängt unter anderem von bestehenden Erkrankungen, anderen Medikamenten und individuellen Risikofaktoren ab.

Schmerzmittel sollten deshalb nicht über längere Zeit ohne ärztliche oder pharmazeutische Beratung eingenommen werden.

Physiotherapie und Übungen

Dehnungsübungen und gezielte Kräftigung können Bestandteil der Behandlung sein. Welche Übungen geeignet sind, richtet sich nach der betroffenen Sehne und nach dem Stadium der Beschwerden. Gesundheitsinformation.de nennt Dehnungs und Kräftigungsübungen ebenfalls als mögliche unterstützende Maßnahmen. ade bei ausgeprägten oder länger bestehenden Problemen kann eine physiotherapeutische oder ergotherapeutische Begleitung sinnvoll sein. Übungen können dann individuell ausgewählt und die Belastung schrittweise gesteigert werden.

Wer Schmerzen hat, sollte nicht versuchen, durch starke Dehnung oder intensives Training möglichst schnell eine Besserung zu erzwingen. Schmerzen während oder nach einer Übung können ein Hinweis darauf sein, dass die Belastung angepasst werden muss.

Kortisonspritzen und Operation

Wenn Beschwerden stärker ausgeprägt sind oder trotz konservativer Behandlung bestehen bleiben, können weitere Behandlungen erwogen werden.

Kortisonspritzen können insbesondere bei bestimmten Formen der Sehnenscheidenentzündung eingesetzt werden. Ob eine solche Behandlung sinnvoll ist, sollte individuell ärztlich entschieden werden.

Eine Operation ist nur bei einem Teil der Betroffenen notwendig. Sie kann beispielsweise infrage kommen, wenn eine Sehne aufgrund einer Einengung dauerhaft nicht mehr ausreichend frei gleiten kann und andere Behandlungen keine ausreichende Besserung bringen. Sehnenscheidenentzündung durch Computerarbeit

Bildschirmarbeit: Belastung erkennen und gezielt reduzieren

Handgelenkschmerzen werden häufig mit langer Bildschirmarbeit in Verbindung gebracht. Dabei ist weniger das bloße Sitzen am Computer entscheidend als die Vielzahl gleichartiger Bewegungen von Fingern, Hand und Unterarm.

Wer täglich viele Stunden mit Maus und Tastatur arbeitet, sollte bei Beschwerden überprüfen, welche Bewegung die Schmerzen konkret verstärkt. Häufig kann bereits eine Änderung einzelner Arbeitsabläufe helfen, die Belastung zu reduzieren.

Eine ergonomische Computermaus kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Auch gesund.bund.de nennt die Anpassung des Arbeitsplatzes als mögliche Maßnahme bei beruflich verursachten Beschwerden. ätzlich können regelmäßige Unterbrechungen einseitiger Tätigkeiten helfen, lange Phasen identischer Bewegungen zu vermeiden. Entscheidend ist dabei nicht ein bestimmtes ergonomisches Produkt, sondern eine Arbeitsweise, bei der dieselbe Region nicht dauerhaft auf die gleiche Weise beansprucht wird.

Wann sollte man mit einer Sehnenscheidenentzündung zum Arzt?

Nicht jeder kurzfristige Schmerz an Hand oder Handgelenk ist eine Sehnenscheidenentzündung. Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden, wenn sie trotz Entlastung nicht besser werden, immer wieder auftreten oder deutlich zunehmen.

Auch ausgeprägte Bewegungseinschränkungen, Gefühlsstörungen oder ungewöhnlich starke Schwellungen sollten ärztlich beurteilt werden. Nach einem Unfall oder einer Verletzung können zudem andere Ursachen für die Schmerzen verantwortlich sein.

Eine frühzeitige Diagnose kann besonders bei länger anhaltenden Beschwerden hilfreich sein, da ähnliche Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten können.

Die hausärztliche Praxis kann eine erste Anlaufstelle sein. Je nach Beschwerden kommen anschließend beispielsweise orthopädische oder handchirurgische Fachrichtungen infrage.

Kann man einer Sehnenscheidenentzündung vorbeugen?

Eine Sehnenscheidenentzündung lässt sich nicht in jedem Fall verhindern. Das Risiko einer Überlastung kann jedoch reduziert werden.

Wiederkehrende Bewegungen sollten möglichst nicht über viele Stunden ohne Unterbrechung ausgeführt werden. Bei neuen sportlichen Belastungen ist es sinnvoll, Umfang und Intensität schrittweise zu steigern. Am Arbeitsplatz kann eine ergonomische Gestaltung dabei helfen, ungünstige oder einseitige Belastungen zu reduzieren.

Wer bereits eine Sehnenscheidenentzündung hatte, sollte besonders aufmerksam auf erste Beschwerden reagieren. Schmerzen sind ein Signal, die Belastung zu überprüfen. Wird die Ursache frühzeitig erkannt und angepasst, lässt sich möglicherweise verhindern, dass sich die Beschwerden verstärken.

 

Entlastung für Hand & Handgelenk

Bei Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) kann eine Bandage stabilisieren

Wenn sich eine Sehnenscheide entzündet, tut es oft gut, das Handgelenk gezielt zu stabilisieren und zu entlasten. Eine passende Handgelenkbandage kann Bewegungen führen, Überlastung reduzieren und Ihnen im Alltag mehr Sicherheit geben zum Beispiel bei Maus, Tastatur oder im Haushalt. IM OTB-Sanitätshaus beraten wir Sie, welche Lösung zu Ihren Beschwerden passt, messen aus, wählen die richtige Größe und lassen Sie die Bandage in Ruhe anprobieren, damit sie angenehm sitzt und wirksam unterstützt.

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